Was mich in letzter Zeit wirklich intensiv beschäftigt ist, dass ich noch nie in meinem Leben so glücklich war wie in den letzten Tagen und Wochen.
Die Sonne kommt aus ihrem Versteck hinter den Wolken heraus. Ein leichter Hauch von Blumen liegt in der Luft und um einem sind Insekten, die die ersten sonnigen Tage dazu nutzen um fleißig zu arbeiten.
Die ersten farbenprächtigen Blumen waren schon um zu Ostern zu sehen und man bekommt den Eindruck, täglich eine neue Welt vorzufinden, die stätig immer mehr der Tristesse des Winters auf Wiedersehen sagt.
Wird sich an diesem Gefühl etwas ändern, wenn man wieder zu zweit durch das Leben schreitet?
Nun eins kann ich wahrhaftig sagen, dass wenn es dazu kommt, ich mich versuche nicht total auf Sie zu verlassen und damit nebenbei noch mein eigenes Leben führen werde… denn das war der größte Fehler meines bisherigen Lebens!
Ich glaubte in der Vergangenheit nicht an Frühlingsgefühle. Ich stempelte es als Quacksalberei ab und doch bin ich jetzt infiziert.
Mit dem morgendlichen öffnen meiner Augen beginnt täglich ein schöner Tag, dem es zu leben gilt.
Trotz sechs Tage arbeiten die Woche kommt mir das Leben wie eine Fahrt in einem sehr schnellen Zug vor, in dem man von Tag zu Tag gerissen wird ohne zu wissen wo man ist und die Zeit aus dem Sinn verloren hat und man zwischen Raum und Zeit komplett verloren ist.
Tiefe Entspannung wird begleitet von Fröhlichkeit, welche an mir klebt wie eine Klette die man nicht mehr los werden kann und will.
Mein „neues“ Leben lebe ich nicht sehr lange und doch will ich nichts missen an meiner jetzigen Situation.
Ich hoffe, dass Ihr alle gut rein gerutscht seit.
Und vorher schön beschenkt wurdet.
In der Zeit vor und zwischen Weihnachten und Neujahr musste ich wie viele weitere Leidens Genossen arbeiten.
Und dann passierte es... ein süßes Mädchen betrat das Geschäft und wollte ihre Brille gerichtet haben (ich bin Optiker in der Ausbildung).
Wir schauten uns tief in die Augen, als ich mir ihre Brille aus der Nähe ansah, um mich zu vergewissern wo ich Hand anlegen musste.
Eine solche Situation hatte ich noch nie zuvor! Ich verlor mich in ihren Augen, wie in der Unendlichkeit einer sternklaren Nacht dessen Sterne so klar und hell leuchten. Und dabei vergaß ich fast sogar meine Arbeit.
Als ich sie zur Tür begleitete, um sie zu verabschieden, empfand ich eine gewisse Nervosität, die mich dann über zehn Minuten begleitete.
Ich dachte, dass ich das hübsche Mädchen das erste und letzte Mal in meinem leben gesehen habe.
Doch dann unerwartet als ich in meinem Bus einstieg, der mich nach hause fuhr sah ich sie wieder!
Das bedeutete für mich, dass sie ganz in meiner Nähe wohnt.
Ich sah sie am Fensterplatz hinten im Bus sitzen mit offenen Haaren und legerem Kleidungsstil. Ich war mir nicht sofort sicher, ob sie es wirklich war und wollte nicht riskieren einer "unbekannten" hallo zu sagen.
Ich wartete also ab, um zu sehen, ob sie mich erkannte und mit einem flüchtigem Blick wurde mir klar, dass sie es war.
Sie lächelte mich an und gab mir zu verstehen, dass sie mich erkannt hat. Dann fiel mir auch ihre Brille auf, die ich ja ausgerichtet hatte.
Ich dachte mir, dass es ein sehr schönes Weihnachtsgeschenk war, denn der Tag an dem ich sie im Bus sah, war Heiligabend.
Ich weiß nicht, ob es Einbildung von meiner Seite aus war, doch mir kam es so vor, als ob wir uns sehr sympathisch fanden, ich lächelte sie an und sie mich... ich wusste nicht was mit mir geschah! Sollte ich sie ansprechen oder doch eher abwarten, dann kam der Moment, ich musste aussteigen und tat es dann, mit einem letzten lächeln verabschiedete ich mich und stieg aus. Ich ärgerte mich sofort und fragte mich, warum ich sie nicht angesprochen habe. Dachte mir aber im gleichen Moment, dass ja eine gewisse Chance besteht, sie wieder zu sehen.
Und dann kam der Tag. Ein Arbeitskollege, kam mit einer Brille nach hinten, die mir bekannt war.
Ich merkte sofort, dass es die von ihr war... ich suchte mir schnell einen Grund nach vorne in den Verkaufsraum zu gehen aber fand keinen. Dann ging ich zum Kaffeeautomaten, der auf halben Weg lag und hoffte, dass ich einen kleinen Blick auf sie erhaschen konnte. Dem war leider nicht so!
Sie stand in einem Bereich des Ladens den ich nicht einsehen konnte. Als mein Kollege dann nach vorne ging, um ihr die Brille zurück zu geben, wurde ich mutiger und folgte ihm nach vorne. Und da stand sie. So wie ich sie in Erinnerung hatte, allerdings um ein vielfaches schöner!
Als sie sich verabschiedete sah sie mich und mir wurde klar, dass man mit seiner Brille nicht so häufig Probleme hat, wie sie in unser Geschäft kommt. Mag das eventuell sogar an mir liegen?! Ich hoffe es sehr!!
Und jedes mal wenn ich in den Bus nach hause einsteige, hoffe ich darauf sie wieder zu sehen und verspreche mir mutiger zu sein und sie zu fragen, ob sie nicht einmal ein Kaffee mit mir trinken will.
Bis dahin bleiben mir nur die schwammigen Erinnerungen die ich an sie habe.
Soll ich dieses besagte Mädchen beim nächsten mal auf ein Kaffee einladen??
So langsam muss man sich wieder auf die oft beschriebene "schönste Zeit" im Jahr einstellen.
Radiosender ändern ihren festen "Songpool" und mischen melancholische Weihnachtslieder hinzu.
Die Straßen von Berlin schmücken sich Weihnachtlich mit Lichtern welche Nachts die gesamte Stadt in einem feinen Glitzer hüllt, die die Stromanbieter himmelhoch jauchzen lassen.
Düfte, wie die von gebrannten Mandeln und Zuckerwatte erfüllen die Luft und lassen die Stadt so gut riechen wie noch nie im Jahr zuvor!
Dies versüßt einem jeden den Einkauf, der an einem verkaufsoffenem Sonntag versucht, die letzten Weihnachtsgeschenke zusammen zu bekommen und sich durch das dichte Gedränge der Einkaufspassagen drängelt und auf gleichgesinnte trifft, welche einem nerven und einem nur noch mehr reizen.
Doch all das nehmen wir in kauf,
-um einen schönen Abend mit unseren Familien und Bekannten zu verbringen.
-um die schönen Geschenke aus zu packen, welche in mühsamer Kleinstarbeit lange zuvor für einem ausgesucht und gekauft worden sind.
-um das üppige Mahl zu uns zu nehmen, welches in ebenso penibler Klienstarbeit zusammengestellt wurde, wie die Auswahl der Geschenke.
Und nach den Anstrengungen der Weihnachtstage, geht es dann schon mit großen Schritten auf das Ende des Jahres zu, welches man mit Melancholie betrachtet und das vergangene Revue passieren lässt und man doch an einigen Stellen schmunzelt oder betrübt ist.
Man Steckt sich unsinnige Vorhaben für das nächste Jahr, wobei man sich schon bereits schon bei der Entscheidung sicher ist, dass man diese niemals erfüllen wird!
Und doch ist man sich immer sicher, dass das nächste Jahr für einem bessere Momente bereit hällt.